SBT-in-Berlin
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SBT Seminare

Das SBT-Institut hat eine Kooperation mit der Arbeitsgruppe Neuropsychologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf geschlossen. Eingeschriebe SBT-Kandidat*innen erhalten auf Nachfrage einen Zugangscode für die kostenfreie zertifizierte online-Schulng zum Metakognitiven Training (MKT) (8 Umterrrichtseinheiten). Die Fortbildung schließt mit einem Quiz ab, danach wird ein Zertifikat erstellt.


Jeweils Samstag und Sonntag von 10 - 17 Uhr

Termine 2022

SBT Feb.
26. - 27.02.22
Lars Theßen
Mentalisierungsfördernde Verhaltenstherapie (MVT) Bindung und Überlebensregel
SBT April
02. - 03.04.22
Lars Theßen
Mentalisierungsfördernde Verhaltenstherapie (MVT) Achtsamkeit, Akzeptanz und Emotion Tracking
SBT April
30.04 - 01.05.22
Sandra Schirm
Persönlichkeitsstörungen Fokus Narzissmuss - "Kann mir mal jemand das Wasser reichen?"
SBT Mai
21. - 22.05.22
Rita Wedermann
Imagination - KIP
SBT Juli
02. - 03.07.22
Lars Theßen
Mentalisierungsfördernde Verhaltenstherapie (MVT) Mentalisierung und Entwicklung
SBT Sep.
24. - 25.09.22
Daniela Simon
KVT-Fallverständnis - was Sie für die Prüfung wissen müssen
SBT Okt.
08. - 09.10.22
Rita Wedermann
Team-Aufstellungen
SBT Sep.
12. - 13.11.22
Lars Theßen
VT-Grundlagen-WE-workshop einrichten mit relevanter Prüfungsvorbereitung. Mit Video-Beispielen
SBT
NN
Gemäß Nachfrage
Das Andere Verfahren

Termine 2021

SBT Jan.
30.01.21 Webinar
Andreas Greuel
Jenseits des medizinischen Modells – Therapien menschlicher gestalten
SBT Feb.
20. - 21.2.21
Diese Veranstaltung wird wg. der aktuellen Pandemie-Lage verschoben Yella Cremer
Paarberatung und Sexualleben - Slow Sex
SBT Mär.
20. - 21.3.21
Gernot Hauke
Vom Reden ins Handeln - Moderne Verhaltenstherapie (Strategisch-Behaviorale Therapie SBT)
SBT Apr.
24. - 25.04.21
Rolf Winiarski
Web-Seminar: Verhaltenstherapeutische Fallkonzeption mit Prüfungssimulation
SBT Juni
05. - 06.06.21
Diese Veranstaltung wird pandemiebedingt auf den 06. - 07.11.21 verschoben Sandra Schirm
Anti-Alienations-Training
SBT Sep.
18. - 19.09.21
Daniela Simon
Impact-Techniken in der KVT
SBT Nov.
06. - 07.11.21
Sandra Schirm
Anti-Alienations-Training

Termine 2020

SBT Jan.
11. - 12.01.20
Rolf Winiarski
Fallverständnis und Verhaltensanalysen leicht gemacht! (mit Prüfungssimulationen)
SBT Feb.
22. - 23.02.20
Katharina Schulz
Focusing in der Verhaltenstherapie – weil der Körper mehr weiß als jedes Konzept
Entspannungskurs Feb.
01. - 02.02.20
Constanze Meyer
Entspannungsmethoden
SBT März
21. - 22.03.20
Diese Veranstaltung wurde wg. der aktuellen Pandemie-Lage in den November verschoben Bärbel Smikalla-Weier und Günter Weier
Über das Microtracking zur kognitiven und emotionalen Umstrukturierung
SBT Mai
16. - 17.05.20
Rita Wedermann
Imaginative Verfahren II
SBT Mai
23. - 24.05.20
Andreas Greuel
Einführung in die dialektisch-behaviorale Therapie der Borderline-Persönlichkeitsstörung
SBT Juni
13. - 14.06.20
Sandra Schirm
Ein-Personen-Rollenspiel
SBT Juli
11. - 12.07.20
Sergio ­Lara und Silke Ahrend
Wie Persönlichkeitsentwicklung zur Therapie wird
IFA Aug.
29.08.09.20
von 10 - 17 Uhr (8 Std.) Veranstaltungsort: Germanenstaße 93 a, 12524 Berlin
SBT Sep.
19. - 20.09.20
Daniela Simon
Trauma - KVT und Exkurs: IRRT
IFA Sep.
26.09.20
von 10 - 17 Uhr (8 Std.) Veranstaltungsort: Germanenstaße 93 a, 12524 Berlin
SBT Okt.
17. - 18.10.20
Rita Wedermann
Arbeit mit dem "Inneren Team" II
IFA Okt.
31.10.20
von 10 - 17 Uhr (8 Std.) Veranstaltungsort: Germanenstaße 93 a, 12524 Berlin
SBT Nov.
14. - 15.11.20
Bärbel Smikalla-Weier und Günter Weier
Über das Microtracking zur kognitiven und emotionalen Umstrukturierung
SBT Nov.
28. - 29.11.20
Diese Veranstaltung wurde wg. der aktuellen Pandemie-Lage auf den 20. - 21.3.21 verschoben Gernot Hauke
Vom Reden ins Handeln - Moderne Verhaltenstherapie (Strategisch-Behaviorale Therapie SBT)
IFA Dez.
12.12.20
von 10 - 17 Uhr (8 Std.) Veranstaltungsort: Germanenstaße 93 a, 12524 Berlin

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Sie wollen einen – Ihren! – Therapieansatz aus einem Guss haben? ... "Ich will eine Zusammenarbeit mit meinen Patienten, die für mich erfüllend und für sie heilsam und bereichernd ist"? Dann finden Sie hier, was Sie suchen:

Tief schürfen und hoch fliegen – Mentalisierungsfördernde Verhaltenstherapie (MVT) in 3 Wochenendmodulen

Die Entwicklung geht weiter. Neues wurde schnell Gestriges. Morgen können wir innovative Psychotherapie beherrschen. Diese MVT-Expertise kann der Durchbruch sein, den Sie sich gewünscht haben. Ein neues grundlegendes Verständnis der menschlichen Psyche, ein Therapiekonzept aus einem Guss, ein Vorgehen, hinter dem ich voll und ganz stehe und eine Zusammenarbeit mit meinen Patienten, die für mich erfüllend und für sie heilsam und bereichernd ist.

Die MVT-Expertise dauert eine 3 Wochenenden. Sie lernen Ihr bisheriges Wissen und Können neu zu formatieren und sich noch mehr zu eigen zu machen. Und Sie holen sich neue Sichtweisen und Impulse in Ihr ganz persönliches Therapie-Repertoire.

Sie schließen die MVT-Expertise ab, indem Sie alle Module (Bindungssicherheit in der Therapie, neue Erlaubnis gebende Lebensregel, Achtsamkeit und Akzeptanz, Emotion Tracking, Entwicklung zu gelingender Affektregulierung und Entwicklung zu Empathie und Mitgefühl) künftig gekonnt anwenden können (nebenbei nicht wenig wertvolle Selbsterfahrung).

Literatur:
Sulz (2021) Mentalisierungsfördernde Verhaltenstherapie. Gießen: Psychosozial-Verlag
Sulz (2022) Praxisleitfaden Mentalisierungfördernde Verhaltenstherapie MVT. Gießen: Psychosozial-Verlag

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Persönlichkeitsstörungen Fokus Narzissmuss

"Kann mir mal jemand das Wasser reichen?"

Details folgen in Kürze

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Imagination - KIP

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Entspannungsverfahren

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KVT-Fallverständnis - was Sie für die Prüfung wissen müssen

Achtung: Veranstaltungsort ist die Am Falkenberg 117

Kennen Sie das, ein Klient stellt sich vor und der Fall, die Problematiken sind so komplex, dass Sie nicht wissen womit Sie zuerst beginnen sollen? Oder während einer laufenden Therapie kommt es zur Stagnation oder ständig treten neue Themen zutage, die Sie zu Beginn nicht im Blick hatten? Ziel dieses Seminars ist es, für diese Herausforderungen praxisnahe Unterstützung anzubieten.

Im Kurs wird eine klare Vorgehensstruktur - von der Erhebung aller relevanten Informationen für die Fallkonzeption bis zur Umsetzung daraus abgeleiteter Interventionen der KVT - vermittelt. So werden wichtige diagnostische und anamnestische Schritte besprochen, die das mikro- und makroanalytische Verständnis des Falles ermöglichen. Auf Basis dieser Befunde erfolgt die Entwicklung der Fallkonzeption. Hier werden klassische KVT – Arbeitsmodelle sowie schematherapeutische Fallbetrachtungen herangezogen. Zur Verinnerlichung dieser Lerninhalte wird an echten Fällen gearbeitet (Exploration realer Patienten via Videosprechstunde bzw. Rollenspiele), sowie praxisbezogene Intervision zu ihren Fällen durchgeführt. Es wird daher darum gebeten eigene Fälle zum Seminar mitzubringen.

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Team-Aufstellungen

Details folgen in Kürze

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VT-Grundlagen-WE-workshop

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Allgemeine Wirkfaktoren und Interventionen kennen- und einsetzen lernen

Psychotherapie hat sich lange Zeit am Medizinischen Modell orientiert. Die Grundthese war, dass wir auf der Basis guter Differenzialdiagnostik unseren PatientInnen störungsspezifische Behandlungen angedeihen lassen und dass ebendiese wohlchoreografierten Strategien und Interventionen eine Symptomverbesserung herbeiführen. In den letzten Jahrzehnten wird jedoch immer klarer, dass dieses Modell Therapieerfolge und -misserfolge nicht gut erklärt. Der Humanismus weicht die Hierarchie der Therapiebeziehung auf, hebt die Wichtigkeit von Menschlichkeit, selbstbestimmter Entwicklung und Achtsamkeit hervor. Die Wirksamkeitsforschung entdeckt, dass allgemeine Wirkfaktoren einen wesentlich größeren Einfluss auf Therapieerfolge haben und dass gute Therapie kontinuierlich gelernt und geübt sein will, damit TherapeutInnen nicht stagnieren.

In diesem eintägigen Webinar setzen wir uns mit zwei modernen, mit der Empirie vereinbaren Konzepten auseinander:

  1. dem kontextuellen Meta-Modell, welches allgemeine Wirkfaktoren als hauptursächlich für Therapieerfolg identifiziert
  2. der hierarchischen Taxonomie der Psychopathologie (HiTOP), welche einige der für jeden klinisch tätigen Menschen sehr spürbaren Probleme unserer Diagnostiksysteme (ICD, DSM) auflöst.

Vor allem aber üben wir einige in der Praxis bewährte Herangehensweisen ein, die in jeder Therapie bzw. im psychotherapeutischen Alltag hilfreich sind, z. B.:

  • Fortschritte (auch kleine und kleinste) bemerken, benennen und fördern
  • Therapien auf PatientInnen maßschneider
  • Berichte aus PatientInnensicht schreiben
  • Umgang mit Diagnosen und Krankheitsbegriffen im Gespräch mit PatientInnen
  • Wann sollte ich Therapien beenden?
  • Wie gestalte ich Übergaben?
  • Wie bereite ich Super-/Intervisionen vor?
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Paarberatung und Sexualleben - Slow Sex

Dynamik der Paarbeziehung (gemäß der Weiterbildungsordnung der ÄK)

Samstag:

Der Seminartag “Paarcoaching” widmet sich den Grundlagen der Beratung von Paaren. Yella Cremer erläutert die Prinzipien des Coaching auf der Basis von Achtsamkeit und transparenter Kommunikation und stellt Werkzeuge für Paare vor. Sie ordnet moderne Liebesbeziehung im Lebenskontext ein und liefert eine Rahmen für die Betrachtung als Coach. Betrachtungen zum Thema Trauma und Emotionale Verarbeitung runden den Tag ab.

Sonntag:

In ihrem Seminartag "Slow Sex" berichtet Yella Cremer, die Autorin von „Liebe würde Slow Sex machen“ über genussvollen, achtsamen und entspannten Sex – eine Methode, den Alltag zu entschleunigen und zugleich eine tiefe Verbindung zum Partner aufzubauen. „Slow Sex ist eine notwendige Fähigkeit, um als Paar langfristig sexuell lebendig und glücklich zu sein“, ist Yella überzeugt.

Slow Sex kann Stunden dauern, Nähe und Vertrauen schaffen, die Seele nähren. Er braucht nicht die richtige Stimmung, ist immer gut, ermöglicht spirituelle Erfahrungen, stärkt monogame Beziehungen, ist entspannt, stressfrei und braucht keine Erektion.

Slow Sex ermöglicht, Sexualität als Lebenskraft in das tägliche Leben zu holen, einen Weg zu lernen, regelmäßig erfüllten Sex zu haben. Und das alles ganz leicht, ohne das ganze Leben auf den Kopf zu stellen, jahrelange Übungen zu machen oder einer neuen Religion beizutreten. Slow Sex ist ein Ausweg aus der sexuellen Matrix, denn er verändert Beziehung und Liebesleben grundlegend. Er bringt Achtsamkeit und Leichtigkeit in die sexuelle Verbindung.

Guter Sex ist kein Zufall, sondern eine Entscheidung. Und er lässt sich lernen und üben. Viele Menschen haben die Erfahrung gemacht, dass Sex am Anfang einer Beziehung aufregend und phantasievoll ist und im Laufe der Zeit langsam weniger wird und oft ganz aufhört. Dann kommen die Zweifel: Mache ich etwas falsch? Ist es der falsche Partner?

Was wäre, wenn nicht wir falsch sind, sondern die Art, wie wir über Sex denken? Wir erwarten, das Sex einfach „funktioniert“ weil wir den anderen lieben und gerne guten Sex haben wollen.

„Nähe entsteht von allein, wenn beide ganz im Moment sind. Präsenz als Haltung ist das Schlüsselelement im Slow Sex, verbunden mit Entspannung, um dem Körper überhaupt zu ermöglichen, sensibel zu werden.“

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Verhaltenstherapeutische Fallkonzeption mit Prüfungssimulation

Wie führt man/frau ein anamnestisches Gespräch in 20 Minuten ohne etwas Wesentliches zu vergessen? Wie leitet frau/man daraus eine Makroanalyse her, die eine Lebensgeschichte mit lerntheoretischen Begriffen erfasst? Wie konstruiert man daraus eine diagnosekompatible Mikroanalyse, die sowohl auslösende wie aufrechterhaltende Bedingungen schlüssig und kurz umreißt? Wie leiten wir daraus konsistent den verhaltenstherapeutischen Behandlungsplan ab? Wie können wir in einer (!) Stunde den kompletten Gutachterantrag wuppen? Die Antworten gibt es in diesem Seminar. Dazu simulieren wir Prüfungssituationen zur Approbation mit freiwilligen Rollenspielen. Der Seminarleiter nimmt auch im wirklichen Leben solche Prüfungen ab und freut sich, Euch probeweise durchzuzwiebeln. :-)

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Anti-Alienations-Training

Viele Klienten haben große Schwierigkeiten bei der Explikation eigener Motive, Bedürfnisse, Ziele: sie sind entfremdet von ihrer „Präferenz-Struktur“. Sie sind von einer hochrelevanten Informationsquelle abgeschnitten und haben damit erhebliche Probleme, eine funktionale und gesundheitsförderliche Handlungsregulation vorzunehmen. Meist orientieren sich die Betroffenen aus Not an den Standards anderer, erfüllen Erwartungen, die die Umwelt an sie stellt.

Die Auswirkungen können mitunter dramatisch sein: beispielsweise scheint die Alienation ein Faktor bei verschiedenen psychosomatischen Störungen zu sein. Aber auch bei häufigen Krankheiten wie z.B. Depression ist eine Alienation ein verkomplizierender Faktor: Wie kann der Aufbau positiver Aktivitäten gelingen, wenn der Klient nicht weiß, was für ihn eine angenehme Aktivität ist?

In diesem Seminar sollen die theoretischen Grundlagen der Alienation dargestellt und ihre Verbindung mit psychischen Störungen verdeutlicht werden. Neben der Theorie sollen verschiedene Übungen vorgestellt werden, die – passend zum Klienten – zur Behandlung eingesetzt werden können.

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Impact-Techniken in der KVT

Die kognitiv-verhaltenstherapeutische Therapie (KVT) bietet ein breites Spektrum an hochwirksamen Interventionen. Jeder Therapeut kennt jedoch den Punkt, an dem Methoden zunächst nicht zu greifen scheinen, weil der Klient nicht bereit ist, seine Sicht verstellt zu sein scheint. Der Einsatz treffender Bilder oder haptischer Erlebnisse können einen bleibenden emotionalen Eindruck hinterlassen und Stagnation und Widerstände im Therapieprozess auflösen.

Inhalte des Kurses

Im Workshop soll, nach einem Exkurs in die affektiven Neurowissenschaften zu den Grundlagen der Wirksamkeit von Impact-Techniken, die Einbettung der Technik in den Kanon der KVT-Methoden erfolgen. Anschließend erfolgt die anschauliche Vorstellung unterschiedlicher Techniken von Stühlearbeit (inklusive dem Ein-Personen-Rollenspiel nach Sachse) über die Arbeit mit Gegenständen und Bewegung anhand von Modell-Rollenspielen. Im Hauptteil des Workshops wird dann die Erprobung und fallbezogene Anwendung der vorgestellten Impact-Techniken durch die Teilnehmer im Fokus stehen. Es wird daher darum gebeten mindestens einen komplexen Fall mitzubringen, für den mittels dieser Impact-Techniken im kollegialen Austausch im Rahmen des Workshops neue Lösungen gefunden werden können.

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Videospiel- und Internetabhängigkeit

Die Aufnahme der „Gaming Disorder“, dem abhängigen oder problematischen Videospiel- bzw. Internetkonsum, als Diagnose in die ICD-11 wird kontrovers diskutiert. Gleichzeitig ist der abhängige Gebrauch der sogenannten neuen Medien in aller Munde, aber bislang selbst in Fachkreisen ein wenig beachtetes Randthema.

Dr. med. Daniel Illy, Psychiater, selbst Videospieler und Gründer zweier Ambulanzsprechstunden, Autor eines Ratgebers, Praxishandbuchs und Therapiemanuals zu diesem Thema, bemüht sich seit Jahren die Videospiel- und Internetabhängigkeit ins Rampenlicht zu rücken.

Denn es gibt nicht erst seit der Corona-Pandemie einen enormen Therapie- und Aufklärungsbedarf. Videospiel- und Internetabhängigkeit führt bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen oft zu Schulabstinenz und Brüchen im Lebensweg. Zumeist geht sie auch mit anderen psychischen Erkrankungen einher. Vielfach wird dem Störungsbild dabei mit falschen Vorstellungen begegnet. Das möchte Illy ändern. Sein Konzept dabei: Therapie auf Augenhöhe, in Kenntnis der Faszination der Medien.

In diesem Seminar stellt er praxisnah Grundlagen zur Gaming Disorder vor, ferner die aus seiner Sicht so wichtigen spielimmanenten Faktoren und vermittelt anschaulich das von ihm entwickelte Teilabstinenzkonzept auf Augenhöhe.

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Modul 1: Körper- und Affektstufe - Bindungssicherheit, emotionale Vitalität und Emotionsregulation herstellen

Die allgemeine Einführung und Beschreibung des Gruppentherapie-Konzeptes finden Sie auf der Seite Gruppentherapie-Ausbildung (hier).

Die Mentalisierungsfördernde Verhaltenstherapie (MVT) nach Sulz ist ein entwicklungstherapeutischer Ansatz über 6 Entwicklungsstufen, in denen entwicklungsstufenspezifische Kompetenzen gelernt werden, die in der Kindheit nicht erworben werden konnten. Die aktuelle Symptomatik des Patienten entsteht durch leidvolle Erfahrungen nicht erfüllter Bedürfnisse, die sich psychisch so „eingebrannt“ haben, dass der Patient versucht, sein ganzes weiteres Leben die Wiederholung des alten schmerzlichen Leides zu vermeiden. Diese Entwicklungsstörungen prägen die Identität der Patient*innen in Form eines stagnierten Selbst- und Weltbildes, mit dem sie absolut identifiziert sind und welche sie noch nicht selbstbestimmt und eigenverantwortlich verändern können. Dementsprechend setzt die MVT an der Förderung der Mentalisierungsfähigkeit der Patient*innen an, bewusst von außen auf sich selbst und die Symptome schauen zu können und sich in Richtung der ungelebten Entwicklungspotentiale verändern zu wollen. Ansatzpunkte sind die Stärkung und der Aufbau von entwicklungsstufenspezifischen Ressourcen sowie die Auflösung von dysfunktionalen Entwicklungsblockaden, um die Entwicklung eines kongruenten Selbst zu fördern. Die Patient*innen werden dadurch befähigt, ihren Alltag wieder symptomfrei und selbstbestimmt zu gestalten. Die sichere Beziehung und Bindung sowie die empathische Resonanz und Unterstützung in der Gruppe und durch den Therapeuten*in sind dafür wesentliche Wirkfaktoren und das Fundament der Strategischen Persönlichkeitsentwicklung in der Gruppentherapie.

Im ersten Modul geht es um Bindungssicherheit auf der Körperstufe, sowie um die Förderung von emotionaler Vitalität und Emotionsregulation auf der Affektstufe. Unser Körper ist unser zentrales Erfahrungs- und Kommunikationsinstrument. Der Körper bestimmt unser Denken, Fühlen und Handeln und umgekehrt. Biografische Entwicklungsstörungen prägen den Körper und unsere Bindungssicherheit fundamental. Körperlich chronisches Stresserleben blockiert somit die Entfaltung der körperlichen und emotionalen Vitalität. Die Fähigkeit, unseren Körper bewusst wahrzunehmen und sich zu spüren, ist die Grundlage einer lebendigen Entwicklung und Beziehung zu sich selbst und zu anderen. Unsere Emotionen sind Bedürfnismelder und Signalgeber für uns und für andere. Sie drücken sich über den Körper aus und werden über den Körper gespürt, verstanden und reguliert. Emotionale Entwicklungsstörungen entstehen über die inkongruente Co-Regulation durch wichtige Bindungspersonen. Mit der Folge, dass damit die emotionale Vitalität und Selbstregulationsfähigkeit unmittelbar beeinträchtigt ist.

In diesem Theoriemodul werden Verständnismodelle und körperorientierte Basisübungen zur Stress-, Affekt- und Emotionsregulation vorgestellt, die das Spüren unseres Körpers in den Mittelpunkt stellen. Durch bewusste Atmung und körperliche Zentrierung wird der Körper unterstützt, in seine Lebendigkeit zu kommen. Körperlich negative Prägungen werden positiv korrigiert. Besonders mit Embodiment-Methoden kann ein selbstfürsorglicher Kontakt zu den eigenen Basisemotionen hergestellt werden. Sie ermöglichen die Förderung der emotionalen Vitalität, indem die verdrängten und vermischten Emotionen bewusst erlebt werden. Die selbstverantwortliche Emotionsregulation wird dadurch gestärkt und klare emotionale Kommunikation ermöglicht.

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Modul 2: Von der Affekt-Stufe auf die Denken-Stufe gelangen – Selbstwirksamkeit (Autonomie) erlangen

Die allgemeine Einführung und Beschreibung des Gruppentherapie-Konzeptes finden Sie auf der Seite Gruppentherapie-Ausbildung (hier).

Im zweiten Modul geht es um die Förderung des Übergangs vom impulsiven Reagieren der Affektstufe zum planvollen, souveränen Handeln der Denken-Stufe. Die Patienten*innen lernen, wie sie gut für sich selber sorgen und selbstwirksam ihre eigenen egozentrischen Bedürfnisse befriedigen können mit sozialer Rücksicht und Respekt gegenüber den anderen. Sie erwerben die Errungenschaften, sich selbst von Aussen zu sehen (Mentalisierung) und sich in den anderen hineindenken zu können, um die eigenen Ziele zu erreichen (Ursache-Wirkungs-Denken). Im Einzelnen sind das: die Überwindung der dysfunktionalen emotionalen Reaktionskette in typischen persönlichen Stresssituationen, ein fürsorgliches Verständnis für die emotionale Überlebensstrategie entwickeln, die körperlich-affektive und mentale Erarbeitung eines intrinsisch motivierten Haltungssatzes, um die Bereitschaft und die Kraft zur Verhaltensveränderung zu stärken, die Erarbeitung der erlaubnisgebenden Lebensstrategie zur Förderung der Autonomiefähigkeit und Selbstwirksamkeit im Sinne einer funktionalen Durchsetzungs- und Abgrenzungsfähigkeit. Die Förderung eines gesunden Egoismus steht auf dieser Stufe noch im Vordergrund, die Beziehung dient ausschließlich der Befriedigung der eigenen egozentrischen Bedürfnisse, so dass es zu schwierigen Beziehungssituationen kommen kann.

Den entwicklungstherapeutischen Grundansatz der Mentalisierungsfördernden Verhaltenstherapie (MVT) von Sulz über 6 Entwicklungsstufen entnehmen Sie bitte dem Modul 1.

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Fallverständnis und Verhaltensanalysen leicht gemacht!

(mit Prüfungssimulationen)

In diesem Seminar sollen fallanalytische Modelle vorgestellt und geübt werden. Wir verwenden das SORKC Modell nach Kanfer ebenso wie das ABC-Modell von Ellis. Die Teilnehmer/innen werden anhand eigener Fälle mit der Anwendung vertraut gemacht und üben in Kleingruppen die Datenerhebung, anamnestische Fragestellung und das Verfassen einer Fallanalyse. Dabei wird ein Schwerpunkt auf das ökonomische Fragen zum schnellen Verfassen eines Berichtes gesetzt. Die Fallanalyse soll sowohl der individuellen Persönlichkeit des Patienten, als auch den formalen Anforderungen an Diagnose (ICD 11), Therapieplan und Anamnese gerecht werden. Die "klassischen" Fragen, die in jeder Prüfung vorkommen könnten, sollen ebenfalls erläutert werden: Mikroanalyse, Makroanalyse, Überlebensregel, Entwicklungsregel, das kognitive Appraisal Modell, die Wahrnehmungsverzerrungen und Fehlschlüsse, die zu den häufigsten klinischen Diagnosen gehören. Weitere Klärungen zu: klassisches und operantes Konditionieren, Modelllernen, Coping und Exposition. Ich stelle ein einfaches 4-Säulen-Modell vor, das als Grundlage aller Berichte und Therapieplanung in nur einer Sitzung durchgeführt werden kann und vor allem auch für den Patienten unmittelbar nachvollziehbar ist.

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Focusing in der Verhaltenstherapie – weil der Körper mehr weiß als jedes Konzept

Focusing ist eine psychologische Methode, die sich produktiv in die verhaltenstherapeutische Behandlung integrieren lässt und in deren Zentrum das achtsame Wahrnehmen körperlichen Erlebens steht. Aus diesem entfalten sich unter bestimmten Bedingungen lösungsorientierte Schritte – Denkschritte und Heilungsschritte zugleich. Focusing beschreibt den Kernprozess persönlicher Veränderung und ist eine psychologische Methode, die philosophisch begründet, empirisch überprüft und klinisch erprobt ist.

Was ist Focusing? Die einfachste und kürzeste Antwort lautet: „Focusing nenne ich die Zeit, in der man mit etwas ist, das man körperlich spürt, ohne schon zu wissen, was es ist.“ (E.T. Gendlin und J. Wiltschko: Focusing in der Praxis, S.13) Eine zentrale Idee von Focusing ist, dass der Körper unsere Situationen lebt und so mehr über ihre Bedeutung „weiß“, als wir denken und fühlen können. U¨ber Focusing erhalten wir Zugang zu Verarbeitungen, die sich einem kognitiv-rationalen Zugang entziehen. Der sogenannte „felt sense“ (die gespürte Bedeutung) ist eine erlebte und gespürte „Erkenntnis“, die Symbolisierung und das körperliche Erleben von etwas was schon gespürt aber noch nicht gewusst war. Dieser „somatische marker“ ist ein Türöffner und Richtungsweiser für Veränderungsprozesse. Focusing ermöglicht einen unmittelbaren und schnellen Zugang zu intuitiven Fähigkeiten und Erkenntnissen.

In diesem Workshop wird es darum gehen, die sechs Schritte des Focusing-Prozesses kennen zu lernen, durch die man Patienten unterstützen kann, ihre innere Achtsamkeit auf einen felt sense zu lenken. Ziel ist es, einen praxisnahen Einblick in die Arbeit mit Focusing in der Verhaltenstherapie zu gewinnen, deshalb lebt der Workshop von Selbsterfahrung und Übungen.

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Entspannungsmethoden: Schwerpunkt PR (Progressive Relaxation)

Die progressive Relaxation (PR) oder auch progressive Muskelrelaxation (PMR) ist ein valides und häufig angewandtes, aktives Entspannungsverfahren. Es ist leicht erlernbar und besitzt eine hohe Indikationsbreite.

In diesem praxisbezogenen Seminar erlenen Sie die Grundlagen, PR in unterschiedlichen Settings (Einzel- und Gruppe) und Formen (Langform, verschiedene Kurzformen) eigenständig anzuleiten.

Das lebendige Lernsetting beinhaltet intensive Selbsterfahrungsanteile, eigene Durchführung in Dyaden / Tryaden unter Supervision und einer gemeinsamen theoretischen und praktischen Reflexion. Ausgewählte Achtsamkeitsübungen aus dem MBSR / MBCT Training unterstützen den Lernprozess.

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Über das Microtracking zur kognitiven und emotionalen Umstrukturierung

Neue Wege in der Verhaltenstherapie

Wir alle kennen das: Die KlientInnen erzählen, ungerührt wie ein Nachrichtensprecher, von schwierigen Erlebnissen, oder sie klagen ausführlich und langanhaltend von Kränkungen und Ungerechtigkeiten. Wir als PsychotherapeutInnen fühlen uns oft gezwungen, viel zu lange zuzuhören. Wie kann die für beide belastende Situation taktvoll verändert werden? Im Workshop möchten wir den Anwesenden ein Therapie-Setting vorstellen, das eine Möglichkeitssphäre für die KlientInnen kreiert. In diese Sphäre hinein teilen wir ihnen unsere Beobachtungen des Ausdrucks von Gesicht und Stimme bezüglich ihrer Gedanken und Emotionen mit. Durch die Technik des Microtrackings wird die seelische Befindlichkeit (Schmerz, Wut, Angst, Freude, Hilflosigkeit, Trauer usw.) für die KlientInnen erlebbar und wie zum ersten Mal gefühlt. Das ist die Voraussetzung dafür, die kognitive und emotionale Umstrukturierung in die Wege zu leiten.

Im Seminar lernen Sie

  • initiativ zu sein: ein neues Therapie-Setting vorzuschlagen und zu kreieren - die Möglichkeitssphäre,
  • ein verändertes Sehen und Hören einzuüben - die Technik des Microtrackings,
  • etwas anzubieten: auf den psychischen Schmerz oder das Defizit mit (vorgestellten) Passform-Figuren zu reagieren,
  • den Körper mit einzubeziehen: Mit der Erfüllung der Grundbedürfnisse (Platz, Nahrung, Unterstützung, Schutz und Grenzen) auf symbolischer Ebene kann der Boden für neue Lernprozesse bereitet werden,
  • es findet eine Arbeit an der Biografie statt, indem alte Verhaltensmuster erkannt und neue eingeübt werden können,
  • die Inhalte in ein verhaltenstherapeutisches Konzept einzubetten.

Wir laden die TeilnehmerInnen ein, wie in einer Werkstatt, verschiedene Möglichkeiten im Gedanken- oder Rollenspiel mit eigenen oder Patienten-Inhalten auszuprobieren. Vorgesehen sind Patienten-Live-Demonstrationen.

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Einführung in die dialektisch-behaviorale Therapie der Borderline-Persönlichkeitsstörung

Das Seminar will Mut und Lust zur Arbeit mit einer der herausforderndsten Patientengruppen machen. Borderliner fordern mit ihren massiven Verhaltensexzessen und von Schwankungen geprägten Beziehungsgestaltung mehr als nur technisches Geschick von TherapeutInnen. Zwischen Verbundenheit und wütendem Herausstürmen, zwischen lautem Lachen und suizidalen Krisen gelingt es weniger als bei anderen PatientInnen, sich als TherapeutIn auf manualisiert Erlerntem auszuruhen.

Die dialektisch-behaviorale Therapie entstand als Marsha Linehans Versuch, in Zeiten psychoanalytischer und klassisch verhaltenstherapeutischer Hilflosigkeit gegenüber Borderlinern die kognitiv-verhaltenstherapeutische ‚Technologie der Veränderung‘ mit einer ‚Technologie der Akzeptanz‘ zu ergänzen. Die DBT ist nicht die Einzige, aber doch die erste Denk- und Wirkschule, die das Erleben und Verhalten von Borderlinern ernstnahm und die mit der Dialektik im Namen die Notwendigkeit eines kontinuierlichen Balanceaktes, eines Weges der Mitte zwischen den störungsinhärenten Extremen verankerte.

Zusätzlich zu einer Einführung in den theoretischen Überbau der DBT (biosoziale Theorie, dynamische Hierarchisierung, Behandlungsphasen, Grundannahmen, Skills) werden in diesem Seminar typische Therapiesituationen mit Borderline-PatientInnen mit dem Ziel der Entwicklung einer eigenen Art der dialektischen Beziehungsgestaltung und Therapieplanung geübt, z. B. die Aushandlung eines Therapievertrags (inkl. Non-Suizid-Vertrag), der Umgang mit aktiver Passivität und Ambivalenz, Kontingenzmanagement, Prioritätenkonflikte zwischen multiplen Symptomfeldern.

Als TeilnehmerInnen werden Sie sich nach dem Seminar in über prüfungsrelevantes Wissen hinausgehendem Maße mit der dialektisch-behavioralen Therapie auskennen, Sicherheit und konkrete Ideen zur Gestaltung ihrer Therapien und einzelner Sitzungen gewonnen haben und im besten Falle neugierig und mit hoher Selbstwirksamkeitserwartung in ambulante Therapien mit Borderline-PatientInnen hineingehen können.

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Imaginative Verfahren II

(Patienten-live-Demos sind vorgesehen)

Imaginieren ist die Fähigkeit, Bilder im "Tagtraum" bewusst zu entwickeln, und auf möglichst vielen Sinneskanälen entstehen zu lassen. Imaginationen stellen ein unerschöpfliches Potential für kreative und therapeutische Prozesse dar.

In vielen Therapieverfahren kommen Imaginationen zur Anwendung. Die Katathym Imaginative Therapie (Tagtraummethode) ist ein psychodynamisches Therapieverfahren, und setzt Imaginationen in den Mittelpunkt des Behandlungsgeschehens: als therapeutisch induzierte und begleitete Tagträume, die durch ihren Symbolgehalt und durch die affektiven Momente des Prozesses eine besondere Wirkung entfalten. Dieses Verfahren wurde von Hanscarl LEUNER 1970 als "Katathymes Bilderleben" (KB) eingeführt und entwickelte sich in mehreren Jahrzehnten zu einer ausdifferenzierten Therapiemethode (Ullmann, Wilke).

In diesem Seminar lernen Sie die vielseitig anwendbare Methode und das reichhaltige Repertoire des Katathym Imaginativen Verfahrens kennen. Anhand von Beispielen aus der Praxis erfahren Sie, wie Sie die Methode in den therapeutischen Prozess integrieren können. Ergänzt wird das Seminar mit relevanten neurowissenschaftlichen Forschungsergebnissen.

Im praktischen Teil des Seminars haben Sie die Möglichkeit, sich Ihrer eigenen Imaginationsfähigkeit durch vielfältige Übungen bewusst zu werden. In Kleingruppenarbeit oder auch im Rollenspiel können Sie diese Methode an praktischen Fallbeispielen erproben und diskutieren.

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Wie Persönlichkeitsentwicklung zur Therapie wird

Ein erfahrungsorientierter, körperpsychotherapeutischer Einführungsworkshop

Die von Dr. Sergio Lara entwickelte Methode „Experiencing Alba Emoting“ wird im Rahmen eines verhaltenstherapeutischen Konzeptes vorgestellt. Sie ist ein emotionaler Entwicklungs- und Transformationsprozess, um unsere Basisemotionen Wut, Angst, Traurigkeit, Freude, Zärtlichkeit und erotische Liebe frei und selbstbestimmt zu erleben. In diesem Einführungs-Workshop lernen wir auf einfache Weise, unsere eigenen Basisemotionen und die unserer Klienten klarer zu erkennen, auszudrücken und zu regulieren. Schwache und selten empfundene Basisemotionen werden mehr wahrgenommen und  zu intensive auf ein stimmiges Maß zurückgeführt. Die in unserem Körper gespeicherten, oft verdrängten und unterdrückten Gefühle können somit wieder bewusst erforscht und deren persönliche Bedeutung erkannt werden. Durch wiederholtes Üben werden die Emotionen zunehmend differenzierter wahrgenommen. Es wird auch eine Technik vorgestellt, die es ermöglicht, intensive oder extreme (körperliche) Emotionszustände gezielt zu verlassen, um zu einer neutralen Grundhaltung zurück zu finden. Die Entwicklung der Persönlichkeit wird so gefördert, die die Behandlung von Achse I-störungen erleichtert. Es wird außerdem vermittelt, wie man einen inneren sicheren Abstand zum Klienten herstellt oder wiedererlangt, wenn durch eine schwierige Therapiebeziehung die innere Balance verloren wurde. Insgesamt lädt der workshop dazu ein, in einen wohlwollenden und tieferen Kontakt zu den eigenen Basisemotionen zu kommen und sie nicht zu manipulieren. Es werden Fallbeispiele und Anwendungsmöglichkeiten für die Psychotherapie gegeben. Eigene Fälle können mitgebracht werden. Die Bereitschaft zur Selbsterfahrung und Kleingruppenarbeit ist erwünscht.

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Trauma - KVT und Exkurs: IRRT

Die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS), als Folge traumatischer Erlebnisse wie z.B. Gewalttaten, ist durch das lebhafte Wiedererleben des Traumas, sowie Vermeidung von traumaassoziierten Situationen gekennzeichnet. Unbehandelt persistiert die Symptomatik oft über Jahre und schränkt die Lebensqualität von Betroffenen massiv ein. Die kognitiv-verhaltenstherapeutische Therapie (KVT) hat sich als hoch wirksame Interventionsform erwiesen.

Inhalte des Kurses

Im Kurs sollen zunächst die Ursachen und aufrechterhaltenden Bedingungen der PTBS betrachtet werden. Anhand von zahlreichen Falldarstellungen wird ein individuelles Verständnis der Erkrankung erarbeitet und ein kognitives Arbeitsmodell abgeleitet. Anschließend werden fallbezogen und praxisorientiert die Elemente der KVT veranschaulicht. Neben dem Baustein der Psychoedukation (Traumagedächtnis), liegt ein Schwerpunkt des Workshops auf dem Vorgehen bei der Exposition (Aktualisierung mit Informationen (verbal, sensorische Reize oder Körperbewegungen)) mit dem Ziel damalige Eindrücke und persönlichen Bedeutungen zu korrigieren. Dabei wird sowohl die Exposition mittels Traumbericht, als auch das imaginative Nacherleben wie z.B. mit der Methode des Imagery Rescripting and Reprocessing Therapy (IRRT) nach Mervyn Schmucker demonstriert. Ein weiterer Schwerpunkt wird die Vermittlung der kognitiven Arbeit an traumassoziierten Kognitionen („Ich bin nirgends sicher“ „Ich bin Schuld an dem was mir passiert ist“ etc.) sein. Deren Veränderung bildet die Basis dafür u.a. das Kontroll- und Sicherheitserleben von Betroffenen, sowie deren Vertrauen in Beziehungen wieder nachhaltig zu steigern. Es werden Techniken zur kritischen Überprüfung solcher negativer Überzeugungen / „Hängepunkte“ bezüglich des Traumas (u.a. Beweissammlung, sokratischer Dialog, Verhaltensexperimente) demonstriert und in Rollenspielen geübt werden.

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Arbeit mit dem "Inneren Team" II

(Patienten-live-Demos sind vorgesehen)

Das "Innere Team" ist ein Persönlichkeitsmodell von Friedemann SCHULZ VON THUN. Das Modell stellt eine Methode dar, mit der man eigene Persönlichkeitsanteile identifizieren und miteinander in Austausch bringen kann. Hierzu entwickelte Schulz von Thun die Methode der "Inneren Mannschaftsaufstellung". Die Mitglieder der inneren Mannschaft melden sich in verschiedenen Lebenssituationen gleichzeitig und häufig widerstreitend zu Wort. Mit dem Modell des "Inneren Teams" kann dann eine Selbstklärung nach innen und außen stattfinden. Die Pluralität des menschlichen Innenlebens wird darin mit der Metapher eines Teams und seines Leiters dargestellt.

Die Arbeit mit dem Inneren Team ist der Versuch, seelisches Geschehen vorstellbar und anschaulich zu machen. Viele therapeutische Ansätze arbeiten mit der inneren Pluralität des Menschen (Watkins, Reddemann, Kumbier). Diesen Ansätzen ist gemeinsam, dass sie nicht nur von der inneren Pluralität ausgehen, sondern dass sie diese psychischen Instanzen personalisieren und unmittelbar therapeutisch mit ihnen in Kontakt treten. Das "Innere Team" stellt eine vielseitige therapeutische Methode dar, die alternative Behandlungsansätze auf kreative Weise integriert.

In diesem Seminar lernen Sie das Modell des "Inneren Teams" kennen. Sie haben die Möglichkeit, sich mit Ihrer Inneren Mannschaft bei anstehenden Themen vertraut zu machen. Wenn Sie die daraus resultierende "innere Gruppendynamik" durchschauen und zur inneren Teambildung fähig werden, können Sie sich authentischer nach außen verhalten. Anhand von Praxisbeispielen aus Ihrem Arbeitsalltag diskutieren wir, wie effektiv sich die innere Vielstimmigkeit durch die Bearbeitung ganz unterschiedlicher psychischer Probleme und Themen nutzen lässt.

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Über das Microtracking zur kognitiven und emotionalen Umstrukturierung

Neue Wege in der Verhaltenstherapie

Wir alle kennen das: Die KlientInnen erzählen, ungerührt wie ein Nachrichtensprecher, von schwierigen Erlebnissen, oder sie klagen ausführlich und langanhaltend von Kränkungen und Ungerechtigkeiten. Wir als PsychotherapeutInnen fühlen uns oft gezwungen, viel zu lange zuzuhören. Wie kann die für beide belastende Situation taktvoll verändert werden? Im Workshop möchten wir den Anwesenden ein Therapie-Setting vorstellen, das eine Möglichkeitssphäre für die KlientInnen kreiert. In diese Sphäre hinein teilen wir ihnen unsere Beobachtungen des Ausdrucks von Gesicht und Stimme bezüglich ihrer Gedanken und Emotionen mit. Durch die Technik des Microtrackings wird die seelische Befindlichkeit (Schmerz, Wut, Angst, Freude, Hilflosigkeit, Trauer usw.) für die KlientInnen erlebbar und wie zum ersten Mal gefühlt. Das ist die Voraussetzung dafür, die kognitive und emotionale Umstrukturierung in die Wege zu leiten.

Im Seminar lernen Sie

  • initiativ zu sein: ein neues Therapie-Setting vorzuschlagen und zu kreieren - die Möglichkeitssphäre,
  • ein verändertes Sehen und Hören einzuüben - die Technik des Microtrackings,
  • etwas anzubieten: auf den psychischen Schmerz oder das Defizit mit (vorgestellten) Passform-Figuren zu reagieren,
  • den Körper mit einzubeziehen: Mit der Erfüllung der Grundbedürfnisse (Platz, Nahrung, Unterstützung, Schutz und Grenzen) auf symbolischer Ebene kann der Boden für neue Lernprozesse bereitet werden,
  • es findet eine Arbeit an der Biografie statt, indem alte Verhaltensmuster erkannt und neue eingeübt werden können,
  • die Inhalte in ein verhaltenstherapeutisches Konzept einzubetten.

Wir laden die TeilnehmerInnen ein, wie in einer Werkstatt, verschiedene Möglichkeiten im Gedanken- oder Rollenspiel mit eigenen oder Patienten-Inhalten auszuprobieren. Vorgesehen sind Patienten-Live-Demonstrationen.

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Vom Reden ins Handeln - Moderne Verhaltenstherapie (Strategisch-Behaviorale Therapie SBT)

Überlebensstrategien sind kognitiv-affektive Schemata. Sie sind nicht nur für das Fallverständnis sondern auch für die Therapieplanung richtungsweisend. SBT geht davon aus, dass jegliches Verhalten darauf ausgerichtet ist, wichtige Grundbedürfnisse (z.B. nach Geborgenheit, Selbstbestimmung, Sexualität, usw.) zu befriedigen, um gesund zu bleiben und zufrieden leben zu können. Dabei sind Menschen mit psychischen Problemen in ihrer Selbstregulation in der Regel stark eingeschränkt. Die Selbstregulation wird von ihrer Überlebensstrategie gesteuert, die ihnen mit ihren Geboten und Verboten verhältnismäßig enge Verhaltenspfade vorschreibt, um ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Dieser Mangel an Flexibilität, angemessene Antworten auf Problemsituationen zu finden, führt auf Dauer zu massivem Stress und krankheitswertiger Symptomatik. Es wird die Erarbeitung der Überlebensstrategie mit Hilfe erlebnisorientierter Methoden demonstriert – denn Reden allein reicht dabei nicht. Weiterhin wird deutlich, dass in der Überlebensstrategie auch schon die Strategie der Therapie angelegt ist. Es ergibt sich eine schlüssige Fallkonzeption. Die Bereitschaft zur Selbsterfahrung wäre schön.

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Krisen-Intervention und Suizidprophylaxe

In diesem Workshop werden Kurzinterventionen der Kognitiven Verhaltenstherapien geübt, mit denen kritische Lebenssituationen bewertet und bearbeitet werden können. Ein einfaches Frageschema soll zunächst zwischen Beratungsmöglichkeiten, Therapienotwendigkeit und Klinikindikation unterscheiden.

Daran anknüpfend werden Kurzinterventionen für die Fälle vorgestellt, in denen sofort Veränderungen im Leben des Betroffenen möglich sind. Dabei wird differenziert, ob externe Ereignisse wie Verlust oder Trauma oder z. B. ein eher 'endogener' depressiver Schub vorliegen. Wir üben Fragetechniken zur Unterscheidung von psychogener Krise und externer Belastung.

Wir üben Basistechniken der Krisenintervention wie Entscheidungsliste, Lösungs-Recherche und Refraiming. Fallbeispiele der Teilnehmer werden in Rollenspiel bzw. Actstorming aufgegriffen.

Weitere Themen: Suizidprädiktoren. Möglichkeiten und Grenzen der Prävention bzw. Suizidverhinderung. Was muss bzw. darf der Therapeut bei akuter Gefährdung? Was sollte er dokumentieren? Wann genügt Beratung, wann ist Therapie indiziert? Auf welche Hilfsmöglichkeiten verweisen wir?

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Einführungskurs Emotionsfokussierte Therapie (EFT)

Die EFT erfreut sich eines wachsenden Interesses, gerade weil immer mehr Therapieansätze die Arbeit mit Emotionen in den Vordergrund stellen. Im Unterschied zu anderen Psychotherapieverfahren darf die EFT auf eine umfangreiche Forschung zum systematischen Umgang mit Emotionen in der Therapie blicken. Als wissenschaftlich fundiertes, evidenzbasiertes Verfahren (vgl. Klonsky, APA, 2008) bietet die EFT eine profunde klinische Emotionstheorie, markiert entscheidende emotionale Veränderungsprozesse, die eine differenzierte Arbeit mit Emotionen als wichtigste Triebfeder therapeutischer Veränderung begreift.

In diesem erlebens- und prozessorientierten Verfahren werden problematische emotionale Erlebensweisen der Klienten hin zu einer verbesserten emotionalen Verarbeitung gelenkt. Der Therapeut versteht sich hierbei als ?Emotionsnavigator? (Goldman, Greenberg, 2015), der hilft, vermiedenes schmerzhaftes Erleben zuzulassen und zu akzeptieren. Darüber hinaus nutzt der EFT-Therapeut den inneren "Gefühlskompass" und hilft Emotionen zu utilisieren und zu transformieren um eine adaptivere, resilientere Selbstorganisation zu unterstützen.

In diesem Kurs werden den Teilnehmern neben einem theoretischen Einblick in die EFT zentrale Interventionsstrategien vermittelt, um Klienten tiefer in ihr emotionales Selbsterleben zu führen, um ein "Changing Emotion with Emotion" (Greenberg) zu ermöglichen. Dabei sollen bspw. Techniken, wie Stuhl-Dialoge mit relevanten Beziehungspersonen oder Selbstanteilen vermittelt und geübt werden. Die Bereitschaft zur Selbsterfahrung wäre vorteilhaft.

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Entspannungsmethoden: Schwerpunkt PR (Progressive Relaxation)

Die progressive Relaxation (PR) oder auch progressive Muskelrelaxation (PMR) ist ein valides und häufig angewandtes, aktives Entspannungsverfahren. Es ist leicht erlernbar und besitzt eine hohe Indikationsbreite.

In diesem praxisbezogenen Seminar erlenen Sie die Grundlagen, PR in unterschiedlichen Settings (Einzel- und Gruppe) und Formen (Langform, verschiedene Kurzformen) eigenständig anzuleiten.

Das lebendige Lernsetting beinhaltet intensive Selbsterfahrungsanteile, eigene Durchführung in Dyaden / Tryaden unter Supervision und einer gemeinsamen theoretischen und praktischen Reflexion. Ausgewählte Achtsamkeitsübungen aus dem MBSR / MBCT Training unterstützen den Lernprozess.

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Krankheitslehre, Entstehung und Aufrechterhaltung von psychischen Störungen

Im Seminar werden zentrale Ansätze zur deskriptiven (z.B. ICD, DSM) und ätiologischen Einordnung psychischer Störungen vermittelt. Dabei wird auf Theorien und Konzepte verschiedener therapeutischer Schulen eingegangen. Gefördert wird das störungsübergreifende Verständnis der Mechanismen der Entstehung und Aufrechterhaltung psychischer Störungen. Es werden Übungen und Materialien für den therapeutischen Alltag vorgestellt. Nach Möglichkeit wird mit eigenen Fallbeispielen gearbeitet. Das Seminar ist relevant für die Diagnostik und Fallkonzeption, die Psychoedukation und fachliche Kommunikation.

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Imaginative Verfahren I

(Patienten-live-Demos sind vorgesehen)

Imaginieren ist die Fähigkeit, Bilder im "Tagtraum" bewusst zu entwickeln, und auf möglichst vielen Sinneskanälen entstehen zu lassen. Imaginationen stellen ein unerschöpfliches Potential für kreative und therapeutische Prozesse dar.

In vielen Therapieverfahren kommen Imaginationen zur Anwendung. Die Katathym Imaginative Therapie (Tagtraummethode) ist ein psychodynamisches Therapieverfahren, und setzt Imaginationen in den Mittelpunkt des Behandlungsgeschehens: als therapeutisch induzierte und begleitete Tagträume, die durch ihren Symbolgehalt und durch die affektiven Momente des Prozesses eine besondere Wirkung entfalten. Dieses Verfahren wurde von Hanscarl LEUNER 1970 als "Katathymes Bilderleben" (KB) eingeführt und entwickelte sich in mehreren Jahrzehnten zu einer ausdifferenzierten Therapiemethode (Ullmann, Wilke).

In diesem Seminar lernen Sie die vielseitig anwendbare Methode und das reichhaltige Repertoire des Katathym Imaginativen Verfahrens kennen. Anhand von Beispielen aus der Praxis erfahren Sie, wie Sie die Methode in den therapeutischen Prozess integrieren können. Ergänzt wird das Seminar mit relevanten neurowissenschaftlichen Forschungsergebnissen.

Im praktischen Teil des Seminars haben Sie die Möglichkeit, sich Ihrer eigenen Imaginationsfähigkeit durch vielfältige Übungen bewusst zu werden. In Kleingruppenarbeit oder auch im Rollenspiel können Sie diese Methode an praktischen Fallbeispielen erproben und diskutieren.

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Therapie der Sozialen Angststörung

Die Soziale Phobie bzw. Soziale Angststörung stellt epidemiologischen Studien zufolge eine häufige Angststörung dar. Die Verhaltenstherapie bietet ein nachweislich erfolgreiches Instrumentarium, um die Symptomatik von sozial Ängstlichen zu reduzieren, soziale Kompetenzen aufzubauen und damit ihre Lebensqualität zu verbessern.

Inhalte des Kurses

Im Kurs sollen zunächst die Ursachen und aufrechterhaltenden Bedingungen von sozialen Ängsten und sozialen Kompetenzdefiziten betrachtet werden. Anhand einer Patientenvorstellung wird ein individuelles Verständnis der Ursachen sowie Funktionalität der sozialen Ängste und Kompetenzdefizite erarbeitet werden, um daraus schließlich ein kognitives Arbeitsmodell ableiten zu können. Mithilfe dieses Modells werden fallbezogene Übungen und Interventionen zum Aufbau sozial kompetenten Verhaltens (u.a. Rollenspiele), sowie zur Reduktion von dysfunktionalen Kognitionen und Verhaltensweisen (Verhaltensexperimente zur Realitätsprüfung) abgeleitet werden.
Schwerpunkt ist die sehr praxisbezogene Vermittlung der Expositionstherapie - von der sorgfältigen kognitiven Vorbereitung der individuell angepassten Exposition (Aufmerksamkeitslenkung und Sicherheitsverhalten), hin zur Durchführung von Angstbewältigungsübungen (Exposition in vivo) und schließlich der Überprüfung negativer Kognitionen (u.a. Umfragen, sokratischer Dialog, Verhaltensexperimente) mit dem Ziel der Förderung von Selbstsicherheit, Selbstbewusstsein und Selbstwertstärkung.

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Klärungsorientierte Psychotherapie bei Persönlichkeitsstörungen

Menschen mit Interaktionsproblemen jeglicher Ausprägung sind für Behandler meist eine Herausforderung, weil die psychotherapeutische Beziehung die Störung unmittelbar aktiviert – insofern wird der Therapeut schnell zum Teil des (Patienten-) Problems.

In diesem Kurs sollen also grundlegende Strategien für den Umgang mit und die Behandlung von Klienten mit Persönlichkeitsstörungen vermittelt werden.

Es wird das „Modell der Doppelten Handlungsregulation“ nach Sachse erläutert und daraus die allgemeinen therapeutischen Prinzipien abgeleitet. Besonderes Gewicht wird auf die Aspekte der Beziehungsgestaltung und auf den Umgang mit manipulativen Interaktionsformen und „Interaktionstests“ gelegt.

Dazu sollen neben reinem Vortrag auch Übungen und Videoanalysen stattfinden. Zudem sind Patienten-Livevorstellungen geplant.

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Arbeit im Emotionalen Resonanzraum und Strategisch-Behaviorale Therapie - Synergien nutzen

Therapeutische Arbeit im emotionalen Resonanzraum (1. Tag)

Die Arbeit im emotionalen Resonanzraum ist eine Methode, die von Lukas Nissen und Michael Sturm aus der Schematherapie heraus entwickelt wurde. Sie basiert auf einem stark vereinfachten Modusmodell und integriert Erkenntnisse aus der Neurobiologie, der Evolutionspsychologie sowie Vorgehensweisen aus der Achtsamkeitsbewegung. Ziel der Methode ist die gezielte Förderung der bewussten Regulation des autonomen Nervensystems bei Patienten wie bei Therapeuten. Die Berücksichtigung von Körpersignalen spielt dabei eine zentrale Rolle. Die Arbeit im emotionalen Resonanzraum wurde spezifisch für die Überwindung von Emotionsvermeidung entwickelt und eignet sich daher gut für Situationen, in welchen erwünschte therapeutische Prozesse durch emotionsvermeidende Mechanismen des Patienten oder Therapeuten blockiert werden.

Inhalte:

  • Theoretisches Modell der Arbeit im emotionalen Resonanzraum
  • Demonstration der Methode
  • Einüben wichtiger Fertigkeiten soweit im Workshop möglich: Vermittlung psychoedukativer Informationen an Patienten/Klienten, Körperwahrnehmung, Aktivierung des liebevollen Blicks auf den Patienten/Klienten und sich selbst, Nichthandeln unter stärkerer emotionaler Anspannung, kleine Körperübungen zur Auflösung stärkerer Stresszustände

Ziele:

  • Die Teilnehmer*innen verstehen den theoretischen Hintergrund der Arbeit im emotionalen Resonanzraum.
  • Die Teilnehmer*innen entwickeln eine klare Vorstellung davon, was Arbeit im emotionalen Resonanzraum auf praktischer Ebene ausmacht.

Literatur:

Nissen, L. & Sturm, M. (2018). Emotionsvermeidung überwinden – eine integrative Methode zur Regulierung des inneren Alarmsystems. Paderborn: Junfermann


Strategisch-Behaviorale Therapie – praktische Anwendungen (2. Tag)

Die Strategisch-Behaviorale Therapie (SBT) geht aus vom Selbstregulationsansatz, der neurobiologischen und psychologischen Emotionsforschung. Daraus wurde ein affektiv-kognitiv-behavioraler Ansatz entwickelt; er wird der dritten Welle der Verhaltenstherapie zugerechnet. Das genaue Bedingungs- und Funktionsverständnis eines „Falles“ führt zur Erarbeitung einer Überlebensregel. Wir verstehen die Überlebensregel aus ihrer emotionalen Bedeutung heraus mitsamt aller intra- und interpersonellen Schemata. Das Ziel ist die Erleichterung der Veränderungsbereitschaft einer dysfunktionalen (kindlichen) Überlebensregel. Die SBT arbeitet an der Emotionsregulation und individuellen Beziehungsgestaltung sowie der Ressourcenaktivierung.

Um die Überlebensregel verbinden sich die Module

  • Beziehung (gestalten, Interaktion, Kommunikation)
  • Symptomtherapie (Signale erkennen und aushalten, Exposition)
  • Kompetenzen und Fertigkeiten (erfahrungsorientierte Übungen, Experimente
  • Achtsamkeit und Akzeptanz (mit Körperwahrnehmung)
  • Entwicklung (der Persönlichkeit, handeln entgegen der Überlebensregel)
  • Arbeit mit Emotionen (und Bedürfnissen, Werten)

Unter Berücksichtigung der Einbettung im Körper.

Der Bezug zur Therapie des Emotionalen Resonanzraumes ERR (n. L. Nissen u. M. Sturm): Achtsamkeit, Akzeptanz und Emotionsexposition sowie erfahrungsorientierte Übungen im Hinblick auf zwischenmenschliche Kommunikation eingebettet in die Körperlichkeit finden sich gleichsam bei ERR und SBT.

Im Seminar arbeiten wir vorwiegend in der Großgruppe. Es gibt Videobeispiele mit „echten“ Therapiepatient*innen sowie auch Live-Demonstrationen mit „echten“ Patient*innen aus der aktuellen Praxisbehandlung. Am ersten Workshoptag wird der Fokus vor allem auf der Selbstregulation der teilnehmenden Therapeut*innen liegen. Dies immer im Zusammenhang mit ihren aktuell laufenden Therapiefällen. Die Übungen geben eine Anleitung zum selbständigen Arbeiten gleich im realen Alltag.

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Arbeit mit dem "Inneren Team" I

(Patienten-live-Demos sind vorgesehen)

Das "Innere Team" ist ein Persönlichkeitsmodell von Friedemann SCHULZ VON THUN. Das Modell stellt eine Methode dar, mit der man eigene Persönlichkeitsanteile identifizieren und miteinander in Austausch bringen kann. Hierzu entwickelte Schulz von Thun die Methode der "Inneren Mannschaftsaufstellung". Die Mitglieder der inneren Mannschaft melden sich in verschiedenen Lebenssituationen gleichzeitig und häufig widerstreitend zu Wort. Mit dem Modell des "Inneren Teams" kann dann eine Selbstklärung nach innen und außen stattfinden. Die Pluralität des menschlichen Innenlebens wird darin mit der Metapher eines Teams und seines Leiters dargestellt.

Die Arbeit mit dem Inneren Team ist der Versuch, seelisches Geschehen vorstellbar und anschaulich zu machen. Viele therapeutische Ansätze arbeiten mit der inneren Pluralität des Menschen (Watkins, Reddemann, Kumbier). Diesen Ansätzen ist gemeinsam, dass sie nicht nur von der inneren Pluralität ausgehen, sondern dass sie diese psychischen Instanzen personalisieren und unmittelbar therapeutisch mit ihnen in Kontakt treten. Das "Innere Team" stellt eine vielseitige therapeutische Methode dar, die alternative Behandlungsansätze auf kreative Weise integriert.

In diesem Seminar lernen Sie das Modell des "Inneren Teams" kennen. Sie haben die Möglichkeit, sich mit Ihrer Inneren Mannschaft bei anstehenden Themen vertraut zu machen. Wenn Sie die daraus resultierende "innere Gruppendynamik" durchschauen und zur inneren Teambildung fähig werden, können Sie sich authentischer nach außen verhalten. Anhand von Praxisbeispielen aus Ihrem Arbeitsalltag diskutieren wir, wie effektiv sich die innere Vielstimmigkeit durch die Bearbeitung ganz unterschiedlicher psychischer Probleme und Themen nutzen lässt.

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Verhaltenstherapie auf den Punkt gebracht: Die Überlebensstrategie in der Strategisch Behavioralen Therapie (SBT)

Überlebensstrategien sind kognitiv-affektive Schemata. Sie sind nicht nur für das Fallverständnis sondern auch für die Therapieplanung richtungsweisend. SBT geht davon aus, dass jegliches Verhalten darauf ausgerichtet ist, wichtige Grundbedürfnisse (z.B. nach Geborgenheit, Selbstbestimmung, Sexualität, usw.) zu befriedigen, um gesund zu bleiben und zufrieden leben zu können. Dabei sind Menschen mit psychischen Problemen in ihrer Selbstregulation in der Regel stark eingeschränkt. Die Selbstregulation wird von ihrer Überlebensstrategie gesteuert, die ihnen mit ihren Geboten und Verboten verhältnismäßig enge Verhaltenspfade vorschreibt, um ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Dieser Mangel an Flexibilität, angemessene Antworten auf Problemsituationen zu finden, führt auf Dauer zu massivem Stress und krankheitswertiger Symptomatik. Es wird die Erarbeitung der Überlebensstrategie mit Hilfe erlebnisorientierter Methoden demonstriert - denn Reden allein reicht dabei nicht. Weiterhin wird deutlich, dass in der Überlebensstrategie auch schon die Strategie der Therapie angelegt ist. Es ergibt sich eine schlüssige Fallkonzeption. Die Bereitschaft zur Selbsterfahrung wäre schön.

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Interaktionsbezogene Fallarbeit - (IFA)

In der Interaktionsbezogenen Fallarbeits-Gruppe wird mit den therapeutischen Herausforderungen und Fragen zu einem behandelten Patienten gearbeitet. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der therapeutischen Beziehungsgestaltung. Ein Therapeut stellt z.B. einen Behandlungs-Fall vor. Dieser Fall wird nach einem Austausch der Wahrnehmungen der Teilnehmer in einem Rollenspiel vorgestellt. Dabei versetzt sich dieser Therapeut in die Lage des zuvor beschriebenen Patienten hinein und achtet darauf, die Mimik, Gestik und Artikulation möglichst genau widerzuspiegeln. Ein anderer Teilnehmer schlüpft in die Rolle des Therapeuten hinein und stellt dem Patienten verschiedene Fragen entsprechend der vorherigen Fallvorstellung. Nach der kurzen, interaktiven Darstellung werden das Empfinden und die Gedanken, die während des Rollenspiels entstanden sind, besprochen. Jeder Teilnehmer der IFA sollte dann seinen Eindruck zu der Situation und in einem späteren Schritt auch Möglichkeiten zu der Lösung des Problems beitragen. Dabei bekommen wir einen guten Einblick, welche Auswirkungen und Schwierigkeiten bei der Durchführung von Therapien bei den behandelnden Therapeuten entstehen können - wir verstehen den Therapeuten und den Patienten nun besser. Und wir verstehen die Funktion von den Symptomen. Wir gehen mit unseren eigenen Erfahrungen und Gefühlen in der (Beziehungs-) Situation mit. Eine weitere nützliche Anwendung ist die Formulierung der Überlebensregel sowie der Entwicklungsregel (n. Sulz). Sie können nicht nur für den Patienten formuliert werden, sondern auch für den Fallvorsteller. Dies bietet eine schnell zugängliche und einfache Möglichkeit, die therapeutische Beziehung auf den Punkt zu bringen. Auf diese Weise erleben wir eine authentische Behandlungssequenz mit ihren Schwierigkeiten und Möglichkeiten. Auf mühelose und spannende Art erweitern wir alle unsere therapeutische Kompetenz - so macht lernen Spaß!

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Fallverständnis und Verhaltensanalysen leicht gemacht!

In diesem Seminar sollen fallanalytische Modelle vorgestellt und geübt werden. Wir verwenden das SORKC Modell nach Kanfer ebenso wie das ABC-Modell von Ellis. Die Teilnehmer/innen werden anhand eigener Fälle mit der Anwendung vertraut gemacht und üben in Kleingruppen die Datenerhebung, anamnestische Fragestellung und das Verfassen einer Fallanalyse. Dabei wird ein Schwerpunkt auf das ökonomische Fragen zum schnellen Verfassen eines Berichtes gesetzt. Die Fallanalyse soll sowohl der individuellen Persönlichkeit des Patienten, als auch den formalen Anforderungen an Diagnose, Therapieplan und Anamnese gerecht werden. Die "klassischen" Fragen, die in jeder Prüfung vorkommen könnten, sollen ebenfalls erläutert werden: Mikroanalyse, Makroanalyse, Überlebensregel, Entwicklungsregel, das kognitive Appraisal Modell, die Wahrnehmungsverzerrungen und Fehlschlüsse, die zu den häufigsten klinischen Diagnosen gehören. Weitere Klärungen zu: klassisches und operantes Konditionieren, Modelllernen, Coping und Exposition. Ich stelle ein einfaches 4-Säulen-Modell vor, dass als Grundlage aller Berichte und Therapieplanung in nur einer Sitzung durchgeführt werden kann und vor allem auch für den Patienten unmittelbar nachvollziehbar ist.

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Fallverständnis und Verhaltensanalysen leicht gemacht!

In diesem Seminar sollen fallanalytische Modelle vorgestellt und geübt werden. Wir verwenden das SORKC Modell nach Kanfer ebenso wie das ABC-Modell von Ellis. Die Teilnehmer/innen werden anhand eigener Fälle mit der Anwendung vertraut gemacht und üben in Kleingruppen die Datenerhebung, anamnestische Fragestellung und das Verfassen einer Fallanalyse. Dabei wird ein Schwerpunkt auf das ökonomische Fragen zum schnellen Verfassen eines Berichtes gesetzt. Die Fallanalyse soll sowohl der individuellen Persönlichkeit des Patienten, als auch den formalen Anforderungen an Diagnose, Therapieplan und Anamnese gerecht werden. Die "klassischen" Fragen, die in jeder Prüfung vorkommen könnten, sollen ebenfalls erläutert werden: Mikroanalyse, Makroanalyse, Überlebensregel, Entwicklungsregel, das kognitive Appraisal Modell, die Wahrnehmungsverzerrungen und Fehlschlüsse, die zu den häufigsten klinischen Diagnosen gehören. Weitere Klärungen zu: klassisches und operantes Konditionieren, Modelllernen, Coping und Exposition. Ich stelle ein einfaches 4-Säulen-Modell vor, dass als Grundlage aller Berichte und Therapieplanung in nur einer Sitzung durchgeführt werden kann und vor allem auch für den Patienten unmittelbar nachvollziehbar ist.

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"Focusing" und Arbeit mit dem "felt sense" in der Verhaltenstherapie

Focusing ist eine psychologische Methode, die sowohl in der Psychotherapie als auch in der Selbsthilfe eingesetzt werden kann und in deren Zentrum das achtsame Wahrnehmen körperlichen Erlebens steht. Aus diesem entfalten sich unter bestimmten Bedingungen lösungsorientierte Schritte - Denkschritte und Heilungsschritte zugleich. Focusing beschreibt den Kernprozess persönlicher Veränderung und ist eine psychologische Methode, die philosophisch begründet, empirisch überprüft und klinisch erprobt ist.

Was ist Focusing? Mein einfachste und kürzeste Antwort lautet: Focusing nenne ich die Zeit, in der man mit etwas ist, das man körperlich spürt, ohne schon zu wissen, was es ist. (E.T.Gendlin und J. Wiltschko: Focusing in der Praxis, S. 13)

Eine zentrale Idee von Focusing ist, dass der Körper unsere Situationen lebt und so mehr über ihre Bedeutung "weiß", als wir denken und fühlen können. Über Focusing erhalten wir Zugang zu Verarbeitungen, die sich einem kognitiv-rationalen Zugang entziehen. Der sogenannte "felt sense" (die gespürte Bedeutung) ist eine erlebte und gespürte "Erkenntnis", die Symbolisierung und das körperliche Erleben von etwas was schon gespürt aber noch nicht gewusst war. Dieser "somatische marker" ist ein Türöffner und Richtungsweiser für Veränderungsprozesse.

Focusing ermöglicht einen unmittelbaren und schnellen Zugang zu intuitiven Fähigkeiten und Erkenntnissen.

In diesem Workshop wird es darum gehen, die sechs Schritte des Focusing-Prozesses kennen zu lernen, durch die man Patienten unterstützen kann, ihre innere Achtsamkeit auf einen felt sense zu lenken. Ziel ist es, einen praxisnahen Einblick in die Arbeit mit Focusing zu gewinnen, deshalb lebt der Workshop von Selbsterfahrung und Übungen.

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Krankheitslehre, Entstehung und Aufrechterhaltung von psychischen Störungen

Im Seminar werden zentrale Ansätze zur deskriptiven (z.B. ICD, DSM) und ätiologischen Einordnung psychischer Störungen vermittelt. Dabei wird auf Theorien und Konzepte verschiedener therapeutischer Schulen eingegangen. Gefördert wird das störungsübergreifende Verständnis der Mechanismen der Entstehung und Aufrechterhaltung psychischer Störungen. Es werden Übungen und Materialien für den therapeutischen Alltag vorgestellt. Nach Möglichkeit wird mit eigenen Fallbeispielen gearbeitet. Das Seminar ist relevant für die Diagnostik und Fallkonzeption, die Psychoedukation und fachliche Kommunikation.

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Praktische Anwendung der Sprechstundenkarten bei verschiedenen Syndromen

Die Psychiatrische Kurzpsychotherapie PKP eignet sich auch für die ambulante Psychotherapie

Die Sprechstundenkarten für kurze Interventionen für Psychiater und Psychotherapeuten PKP wurden im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft des DGPPN-Referates Psychotherapie von (Algermissen/Backmund/B.u.J.Deckert/Sulz/Wermke 2010) entwickelt.

Sie dauern zwischen 10 und 20 Minuten und eigenen sich für die ambulante Psychotherapie sowie für das stationäre (Einzel-) Visitensetting. Mithilfe von Sprechstundenkarten SSK werden bisher existierende Therapieansätze in die Praxis umgesetzt. Mit ihrer Hilfe gelingen kurze strategisch fortgeführte Interventionen! So wird eine systematische Therapiestrategie verfolgt. Es basiert auf wissenschaftlich anerkannten Methoden und Psychotherapieverfahren und störungsspezifischen evidenzbasierten Methoden. Es werden Übungen mit den SSK für den therapeutischen Alltag vorgestellt. Nach Möglichkeit wird mit eigenen Fallbeispielen gearbeitet. Das Seminar soll Sie in die Lage versetzen, danach aktiv mit den SSK zu arbeiten.

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Arbeit mit Emotionen in der Verhaltenstherapie

Gefühle­wahrnehmen, ­erkennen, ­akzeptieren ­und ­regulieren ­ist ­eine ­der ­Hauptaufgaben ­der ­modernen ­Psychotherapie. ­Mit ­den­ emotionalen ­Ausdrucksmustern ­durch ­bestimmte ­kontrollierte ­Atemübungen ­können ­auf ­erstaunlich ­einfache ­Weise ­universale­ Basisemotionen ­erlebt ­werden. ­Wir ­können ­lernen, ­bestimmte ­Gefühle ­eindeutig ­zu ­erkennen ­und ­sie ­ursprünglich ­auszudrücken, ­um ­schließlich ­wieder ­einen ­Neutralzustand ­zu ­erreichen. ­In ­der ­emotiven ­Psychotherapie ­ist ­es ­möglich ­systematisch ­die ­zu­ wenigen, ­zu ­schwachen ­und ­zu ­seltenen ­Gefühle ­aufzubauen ­und ­zu ­fördern ­sowie ­die ­zu ­vielen, ­zu ­heftigen ­und ­zu ­häufigen ­ Gefühle ­zu ­regulieren.

Gast-Dozent ­ist ­Dr. ­Sergio ­Lara ­Cisternas ­aus ­Chile. ­Er ­ist ­Alba ­Emoting ­Instructor ­und ­von ­der ­Entwicklerin ­der ­Methode,­ Susanna ­Bloch, ­persönlich ­ausgebildet ­worden. ­Er ­arbeitet ­als ­Professor ­für ­Psychologie ­und ­Psychotherapie ­an ­Universitäten ­in­ Santiago ­und ­Concepcion ­und ­in ­eigener ­psychotherapeutischer ­Praxis. ­Er ­ist ­Präsident ­von ­AIPAE ­(Asociación ­Internacional ­de ­Professionales ­der ­Alba­Emoting)­und ­Coordinator­des ­Focusing ­Instituts ­New­York ­(TFI) ­für ­Chile. ­Sich ­selbst ­beschreibt ­er ­als­ Suchender ­und ­er ­unterstützt ­nun ­wiederum ­andere ­auf ­ihrem ­Weg ­durch ­seine ­Offenheit, ­seine ­eigenen ­vielseitigen ­Erfahrungen­ und ­seinen ­Humor. ­Er ­wird ­Ihnen ­einen ­praktischen, ­erfahrungsorienten ­Einblick ­in ­seine ­Arbeitsweise ­geben, ­die ­die ­Methoden­ ALBA­EMOTING ­und ­FOCUSING ­auf ­wirksame ­Weise ­verbindet.

Zunächst ­werden ­wir ­an ­uns­ selbst ­die ­Anwendung ­der ­Techniken ­ausprobieren ­und ­die­Wirkungsweise ­erfahren. ­Im­ weiteren ­Vorgehen ­wird ­Dr. ­Cisternas ­zum ­theoretischen ­Konzept ­und ­seiner ­Erfahrung ­in ­der ­Praxis ­berichten. ­Unter ­seiner ­Leitung ­haben ­Studenten ­in ­Chile ­die ­Arbeit ­und­ Wirkungsweise ­von ­Alba­Emotimg ­und ­Focusing ­erforscht. ­Die ­sicherlich ­lebhaften ­Diskussionen ­können ­mit ­ihm ­problemlos ­auf ­deutsch ­geführt ­werden.

Wir ­lernen ­mit ­Dr. ­Lars ­Theßen ­die ­Grundzüge ­"Durch ­Atmung ­zum ­Gefühlsausdruck"­ kennen­ und ­stellen ­einen ­praktischen ­Bezug­ zu­ den ­vielfältigen ­Anwendungen ­in ­der ­Psychotherapie ­her.­ Emotionsdiagnostik,­ Fallverständnis,­ Emotionsregulations-Training ­und ­Persönlichkeitsentwicklung­ werden ­intensiv ­geschult.

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Microtracking in der Verhaltenstherapie

Gesichtsausdruck und Stimme erkennen - Emotionen zum ersten Mal fühlen

Wir alle kennen das: Die KlientInnen erzählen, ungerührt wie ein Nachrichtensprecher, von schwierigen Erlebnissen, oder sie klagen ausführlich und langanhaltend von Kränkungen und Ungerechtigkeiten. Wir als PsychotherapeutInnen fühlen uns oft gezwungen, viel zu lange zuzuhören. Wie kann die für beide belastende Situation taktvoll verändert werden? Im Workshop möchten wir den Anwesenden ein neues Therapie-Setting vorstellen, das eine Möglichkeitssphäre für die KlientInnen kreiert. In diese Sphäre hinein teilen wir ihnen unsere Beobachtungen des Ausdrucks von Gesicht und Stimme bezüglich der Emotionen mit. Durch die Technik des Microtrackings wird die seelische Befindlichkeit (Schmerz, Wut, Angst, Freude, Hilflosigkeit, Trauer usw.) für die KlientInnen erlebbar und wie zum ersten Mal gefühlt. Das ist die Voraussetzung dafür, die kognitive und emotionale Umstrukturierung in die Wege zu leiten.

Im Seminar lernen Sie

  • initiativ zu sein: ein neues Therapie-Setting vorzuschlagen und zu kreieren die Möglichkeitssphäre,
  • ein verändertes Sehen und Hören einzuüben - die Technik des Microtrackings,
  • etwas anzubieten: auf den psychischen Schmerz oder das Defizit mit (vorgestellten) Passform-Figuren zu reagieren,
  • den Körper mit einzubeziehen: Mit der Erfüllung der Grundbedürfnisse (Platz, Nahrung, Unterstützung, Schutz und Grenzen) auf symbolischer Ebene kann der Boden für neue Lernprozesse bereitet werden.
  • die Inhalte in ein verhaltenstherapeutisches Konzept einzubetten.

Wir laden die TeilnehmerInnen ein, wie in einer Werkstatt, verschiedene Möglichkeiten im Gedanken- oder Rollenspiel mit eigenen oder Patienten-Inhalten auszuprobieren.

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Entspannungsmethoden 1: Schwerpunkt PR (Progressive Relaxation)

Die progressive Relaxation (PR) oder auch progressive Muskelrelaxation (PMR) ist ein valides und häufig angewandtes, aktives Entspannungsverfahren. Es ist leicht erlernbar und besitzt eine hohe Indikationsbreite.

In diesem praxisbezogenen Seminar erlenen Sie die Grundlagen, PR in unterschiedlichen Settings (Einzel- und Gruppe) und Formen (Langform, verschiedene Kurzformen) eigenständig anzuleiten.

Das lebendige Lernsetting beinhaltet intensive Selbsterfahrungsanteile, eigene Durchführung in Dyaden / Tryaden unter Supervision und einer gemeinsamen theoretischen und praktischen Reflexion. Ausgewählte Achtsamkeitsübungen aus dem MBSR / MBCT Training unterstützen den Lernprozess.

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Entwicklung einer therapeutischen Haltung

Was ist eine therapeutische Haltung? Gibt es die "therapeutische Haltung"? Eine gute therapeutische Haltung ist von einer Balance von Konsistenz und Verlässlichkeit im Handeln auf der einen und Flexibilität und Offenheit auf der anderen Seite gekenn-zeichnet. Von dieser Haltung profitieren nicht nur Patient*innen, sondern auch Psychotherapeut*innen: sie erleichtert eine gewisse Routinisierung des eigenen Handelns und gibt Sicherheit und Orientierung, leistet somit einen Beitrag zur eigenen Psychohygiene.

Diskussion und Erarbeitung wesentlicher Aspekte der therapeutischen Haltung in der modernen Verhaltenstherapie. Spielerisch werden im Rollenwechsel wesentliche Merkmale für die zukünftige eigene verhaltenstherapeutische Praxis erprobt und angeeignet. Imaginationsübungen kommen zum Einsatz, "Haltungsübungen" unterstützen die Verkörperung, Wahrnehmungs- und Achtsamkeitsübungen vertiefen das notwendige Reflexionsvermögen. Anhand von Fallvignetten zu unterschiedlichen Störungsbildern und Bindungsstilen werden grundlegende Fertigkeiten eingeübt.

In einer offenen und wertschätzenden Gruppenatmosphäre wird eine erfahrungsbezogene Grundlage für die Entwicklung einer eigenen therapeutischen Haltung gelegt.


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